Do&Don't
In einem Artikel des "Handelsblattes" werden folgende Dinge als Wichtig empfunden...
Dieser Artikel bezieht sich zwar hautsächlich auf Geschäftskontakte, finde aber trotzdem ganz nützlich!! Hier kommt's...
- Überall Küsschen Küsschen (für mich alden Türken kein problem :-))
- Man ist schnell beim Vornamen und auch mit Einladungen
- Gezahlt wird pro Tisch und nicht jeder für sich
- Beim Essen benutzen Sie gerne nur die Gabel
- Brasilianerinnen tanzen gern, wie ein Uhrwerk
- Obwohl Brasilianer sich gern nur leicht kleiden, ist nackt oder auch oben ohne verpönt.
- Das Familienleben ist tendenziell wichtiger als in Deutschland. Die Eltern spricht man höflich mit "Sie" an und wohnt auch länger im elterlichen Haus
- In Motels geht man hin, wenn man seinen Freund oder Freundin noch nicht den Eltern vorstellen will
- "se Deus quizer": wenn Gott will ist das absolute Lebensmotto fast aller Brasilianer. Sie denken mitunter auch, dass Gott Brasilianer ist.
- Höflichkeit, verbindliches Auftreten, Small Talk, viel Zeit für Begrüßungen und Bewunderungen und kleine persönliche Geschenke können manche Tür öffnen und sind immer gern gesehen.
- Das meißt benutzte Wort: "Obrigado!" - Danke! oder "Muito Obrigado!" - Vielen Dank!
- "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft." Dieser Grundsatz gilt auch in Brasilien. Ein Fläschchen Parfum vom Duty-Free-Shop kann die Kommunikation enorm beschleunigen.
- Die Geschäftskleiderordnung entspricht dem europäisch-konservativen Stil. In einigen Unternehmen wie vor allem Banken hat sich mittlerweile der "Casual Friday" etabliert.
- Bei den Damen ist die geschäftliche Kleidung im Durchschnitt etwas freizügiger als in Deutschland.
- Lieblingsthema der Brasilianer ist Brasilien.
- Kritik wird zwar in manchen Bereichen geduldet, man sollte aber vorsichtig damit umgehen. Bei Diskussionen über Politik und Korruption von Politikern sollte man sich mit negativen oder besserwisserischen Äußerungen sehr zurückhalten. Tabuthemen sind die Abholzung des Regenwaldes, das Schicksal der Indios und Kinderarbeit.
- Tabu sollte auch sein, ein Thema - egal welches - nicht ernst zu nehmen, dass der Gesprächspartner anschneidet. Schimpfen können deutsche Geschäftsleute ungehemmt über Diebe, über lange Warteschlangen, sowie schlechte Luft (in São Paulo) und Kälte in den Wintermonaten.
- Neben Sport ist der Karneval ein weiteres beliebtes Thema.
- Feiertage sind den Brasilianern heilig. Fällt ein Feiertag auf Donnerstag, ist es schwierig, Gesprächspartner für den Freitag zu bekommen.
- Die wichtigsten Feiertage sind Karneval, Ostern, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Nossa Senhora Aparecida (12. Oktober), Allerseelen (2. November), Weihnachten sowie die Nationalfeiertage 21. April, 7. September und der 15. November.
- "Bom dia" (morgens), "Boa tarde" (nachmittags), "Tudo bem?" (Geht's gut?).
- In aller Regel erfolgt die Anrede per Vorname. Beispielsweise "Senhor Klaus", "Dona Petra". Ältere und Respektspersonen werden stets mit "Senhor" angesprochen.
- Vielen Namen wird ein i oder gar "tschi" angefügt (Gerd - Gerdtschi). Auf die korrekte Aussprache sollte nicht bestanden werden.
- Diretor" (Abteilungsleiter mit Entscheidungskompetenzen), ein "Presidente" (Eigentümer und/oder Geschäftsführer).
- Der private Umgang Privatleben und Geschäftswelt sind zwei getrennte Bereiche. Eine Einladung nach Hause ist sehr selten. Eine Zwischenzone ist eine Einladung in den Club. Die Clubs verfügen über viele Freizeiteinrichtungen.
- Eventuell erhält man auch eine Einladung zum Grillen am Sonntagmittag. Bei einem längeren Aufenthalt oder guten Beziehungen erfolgt unter Umständen die Einladung zu einem Wochenende ins Strandhaus oder auf die "Fazenda". Dies ist ein Vertrauensbeweis und sollte nicht abgelehnt werden.
- Geschäftsthemen stehen bei privaten Einladungen im Hintergrund. Allgemeine Floskeln, wie "Sie müssen unbedingt mal auf ein Wochenende zu uns auf die Fazenda kommen", sind keine Einladungen. Geantwortet werden sollte ebenfalls unverbindlich.
- Geschäftlich pünktlich, privat stets zu spät. Wenn eine Einladung für 20 Uhr ausgesprochen wird, heißt das in der Regel, dass der Gastgeber mit dem Erscheinen nicht vor 20.15 Uhr rechnet und die letzten Gäste möglicherweise erst gegen 21 Uhr oder 22 Uhr eintreffen.
- Dringend wird abgeraten, sich nachts und am frühen Morgen allein zu Fuß in entlegenen Gegenden zu bewegen; ferner, Schmuck, Kameras oder sonstige Wertgegenstände sichtbar am Körper zu tragen, außer man hält sich in einer Gruppe in überwachten Gegenden auf.
- Als Verkehrsmittel sollte man nur Taxis und ausgewiesene öffentliche Verkehrsmittel benutzen, wobei man sich im voraus im Hotel oder beim Fremdenverkehrsverein optimal über den Zielort informieren sollte.
- Gebräuchlichste Stromspannung ist 110 Volt bei 60 Hz. In einigen Wohnungen und Häusern ist zumindest eine Steckdose mit 220 Volt Spannung vorhanden, da üblicherweise einige Haushaltsgeräte mit 220 V laufen (Spülmaschinen, Warmwasserbereitung). In Brasília ist die normale Spannung 220 Volt.





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